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Aus Bad Großpertholz bei Berlin nach dem vereinten EUROPA incl - Karl-Ludwig Weltkunst von Sauer: Video und Audio in Buch-Werken

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Aus Bad Großpertholz bei Berlin nach dem vereinten EUROPA incl

 

Seid Ihr zwischen 20 und 75 Jahren, fleißig, humorvoll, belastbar, unabhängig und an meinem Werk interessiert,
nutzt diese einmalige Gelegenheit  unbedingt.

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Le Brun, eine Künstlerin um 1900 mit Ihrer Tochter,
aus dem Werksatz:  Meisterwerke der Malerei mit etwa 70 aquarellierten Werken


ESPERANTO in Schule und Kindergärten, jetzt ist Muse

Zur Logik und Psychologie des Esperanto
Von Alfred Dormanns


Als ich vor mehr als drei Jahren in Berlin begann, aus reiner Freude am Experiment E zu lernen, fand ich im Vorwort meines Lehrbuches die These: „Gegenüber der Unlogik der Nationalsprachen ist Esperanto durchaus logisch aufgebaut." Und diesen Satz fand ich dann später in fast allen Lehrbüchern, die ich durchblätterte. Ist E wirklich und in allen Punkten logisch? - diese Frage haben wir hier zu prüfen.
Drei Etappen sollen uns zum Ziele führen. 1. Ist die gesamte Sprachtätigkeit des Menschen im Wesentlichen logisch (verstandesgemäß) oder psychologisch (seelisch assoziativ) fundiert? 2. Sind die Nationalsprachen logisch oder psychologisch? 3. Ist E logisch oder psychologisch?
Wir alle haben unsere Muttersprache in den ersten Jahren unserer Kindheit durch reine Nachahmung erlernt. Vier Bilder prägten sich damals tief in unser Ich ein: 1. das Lautbild, d. h. oftmals hörten wir aus dem Munde der Mutter ganz bestimmte Laute, mit denen sie einen ganz bestimmten Gegenstand, etwa ein Puppe, bezeichnete. So empfingen wir neben dem überaus wichtigen Lautbild zugleich eine Vorstellung von Art, Größe, Duft usw. der durch Lautkomplexe bezeichneten Gegenstände. 2. Wenn das Kind nach vielen missglückten Versuchen das Wort „Mama" z. B. glücklich herausgebracht hat, dann bleibt in seinem Erinnerungsvermögen ein Bild von den Muskelbewegungen des sprachtragenden Kehlkopfes zurück, die zur Hervorbringung des Wortes „Mama" nötig waren, d. h. ein motorisches Bild. 3. Wenn das Kind in die Schule kommt, erhält es zwei weitere Bilder dazu: das Lesebild, das ihm eine Erinnerung an das Aussehen des geschriebenen oder gedruckten Wortes „Mama" vermittelt, und 4. das Schreibbild, das dem Kind eine Erinnerung an die zur Niederschrift des Wortes „Mama" nötigen Schriftzüge einprägt. In dieser Anordnung entspricht das Lautbild dem Lesebild, das Sprechbild dem Schreibbild (aktiv-motorische Bilder). So ist der Erwachsene befähigt, tausende Wörter seiner Muttersprache mühelos zu behalten, und wenn er sie zum Ausdruck seiner Gedanken braucht, im Bruchteil einer Sekunde zu rinden, auszusprechen oder niederzuschreiben. Die Kraft dieses Erinnerungsvermögens ist so gewaltig, dass der moderne lesende Mensch ganze Sätze überfliegt und versteht, dass er dabei die einzelnen Buchstaben gar nicht ansieht, sondern nur Silben oder ganze Wörter, zeigt die Tatsache, dass wir in den meisten Fällen über Druckfehler einfach hinweglesen.
Die Erlernung einer Fremdsprache geht im allgemeinen die gleichen Wege; wer allerdings durch Selbstunterricht lernt, muss das Lautbild ganz und das Sprachbild zum Teil entbehren, ein Nachteil, der sich bei praktischer Anwendung der selbsterlernten Sprache meist recht unangenehm bemerkbar macht.
Aus diesen Untersuchungen ergibt sich für uns die wesentliche Erkenntnis, dass Sprachvermögen zum großen Teil gleichbedeutend ist mit Erinnerungsvermögen. Erinnerungsvermögen aber ist eine Kraft der Psyche, nicht des Verstandes, eine psychologische Kraft, keine logische. Wir werden also erwarten dürfen, dass die im zweiten Teil zu untersuchenden Nationalsprachen ein psychologisches Übergewicht haben.
Denken wir uns, um die uns am nächsten liegende Nationalsprache herauszugreifen, einen

 
 
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